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Laufende Forschungsprojekte

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Alois Kernbauer

Unter den derzeit laufenden, zumeist längerfristig angelegten Forschungen, von denen zwei unmittelbar vor dem Abschluss stehen, hat momentan folgendes Priorität:

  • Die SS-Ärztliche Akademie
  • Die "Reichsuniversität Graz" 1938-45 und die Folgejahre
  • Inaugurationsreden und Rektoratsreden als universitäts- und wissenschaftshistorische Quellen und ihre Bedeutung im Rahmen der Universitäts-, Wissenschafts- und Kulturgeschichte.

Petra Greeff

  • Dissertationsprojekt: „... tüchtige Hebammen für das Land hervorzubringen". Hebammen als Schülerinnen und Absolventinnen der medizinisch-chirurgischen Lehranstalt/med. Fakultät der Universität Graz 1817-1898

Seit dem frühen 19. Jahrhundert wurden an der Medizinisch-chirurgischen Lehranstalt in Graz Hebammen aus der gesamten Steiermark in einem siebenmonatigen Kurs ausgebildet. Grundlage dieser Dissertation bilden die Kataloge und Prüfungsprotokolle der Hebammenkurse, die hier am Universitätsarchiv vorliegen. Von 1817-1898 schlossen 1956 Frauen die Hebammenausbildung ab, im Durchschnitt besuchten 24 Schülerinnen pro Jahrgang den Hebammenkurs. Die Vorschriften für den Ablauf des Hebammenunterrichts vom 5. November 1832 sahen vor, dass die Geburtshilfe zweimal pro Jahr in zwei Semestern vorgetragen wurde, der erste Teil begann im Oktober, der zweite im März. Hebammenschülerinnen, die zu spät oder erst Mitte Oktober in der Medizinisch-Chirurgischen Lehranstalt eintrafen, wurden nicht mehr in den Kurs aufgenommen. Der theoretische Kurs dauerte fünf Monate, danach wurden die Schülerinnen zum praktischen Teil, der zwei Monate dauerte und an der ‚Gebäranstalt‘ durchgeführt wurde, zugelassen. Jede Schülerin musste dem Kurs also sieben Monate widmen. Aufgrund der begrenzten Anzahl von Praktikumsplätzen wurden die Schülerinnen aus den weiter entfernten Regionen den Schülerinnen, die aus Graz oder Graz-Umgebung stammten, vorgezogen. Diese ‚näher Domilizierenden‘ wurden nach dem theoretischen Unterricht nach Hause geschickt und wurden informiert, sobald ein Praktikumsplatz frei geworden war. Erschienen sie dann jedoch beim Praktikum nicht, durften sie auch nicht zur Prüfung antreten. Um auch Frauen, die weiter entfernt von Graz lebten, zum Besuch des Hebammenkurses zu motivieren, wurde ab dem frühen 19. Jahrhundert ein Stipendium der steiermärkischen Landstände ausgeschüttet, für das sich jährlich zwölf Frauen bewerben konnte. Folgende Voraussetzungen für die Erlangung wurden verlangt: die Bewerberinnen hatten verheiratet oder verwitwet zu sein, sie sollten „(...) dem 50ten Lebensjahr nicht zu nahe stehen“, lesen und schreiben können (eine Ausnahme wurde bei den sogenannten ‚windischen‘, also den Schülerinnen mit slowenischer Muttersprache gemacht) und sowohl in „physischer und moralischer Hinsicht sich zur Ausübung der Geburtshülfe, durch welche sie unvermeidlich mit dem Innern der Familien bekannt werden, geneiget sein.“  Jede Bewerberin hatte folgende Dokumente vorzuweisen: einen Tauf- und Trauschein, ein vom Pfarrer ausgestelltes Moralitäts-Zeugnis sowie ein Zeugnis des Physikus über die Fähigkeit, Lesen und Schreiben zu können. Die Herkunftsländer der Grazer Hebammenschülerinnen umfassten die gesamte Habsburgermonarchie, ein Großteil der Schülerinnen stammte jedoch aus der Steiermark.

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