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Entlassen – Vertrieben – Verfolgt

Medizinische Fakultät

Professoren

Otto LOEWI Ordentlicher Professor für Pharmakologie, Nobelpreisträger 1936
Hans ZACHERL Ordentlicher Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie
Otto KAUDERS Außerordentlicher Professor und Leiter der psychiatrisch-neurologischen Klinik
Walter SCHWARZACHER Außerordentlicher Professor für Gerichtsmedizin und Kriminalistik
Alfred Otto RÖSLER Außerordentlicher Professor für Innere Medizin. Zentraldirektor des Landeskrankenhauses
Wilhelm BERGER Ordentlicher Professor für Innere Medizin. Emigration

Assistenten

Franz SPATH Tit. Außerordentlicher Professor für Chirurgie
Alois GRABNER Privatdozent für Zahnheilkunde oder tit. Ao. P.?
Paul WIDOWITZ Tit. Außerordentlicher Professor für Kinderheilkunde
Michael ZACHERL Privatdozent für Medizinische Chemie
Philipp ERLACHER Privatdozent für orthopädische Chirurgie
Wolfgang LAVES Tit. Außerordentlicher Professor für gerichtliche Medizin
Alfons MAHNERT Tit. Außerordentlicher Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie und oder HNO ???
Ernst LORENZ Privatdozent für Kinderheilkunde
Hans HÄUSLER Privatdozent für experimentelle Pharmakologie und Toxikologie
Fritz TEUSCHL Assistent an der chirurgischen Universitätsklinik
Hans Gottfried (von) BRÜCKE Assistent an der chirurgischen Universitätsklinik
Stefanie (von) BRÜCKE Assistentin an der psychiatrisch-neurologischen Klinik
Stephan GREIF Assistent an der Universitätsklinik für Innere Medizin
Emil MAYR Klinischer Hilfsarzt an der chirurgischen Universitätsklinik
Alfons NEUBAUER Klinischer Hilfsarzt an der geburtshilflich-gynäkologischen Klink

Sonstige Bedienstete

Friedrich MAYR seit 1. Februar 1938 stipendierter Demonstrator an der psychiatrisch-neurologischen Klinik, verzichtete jedoch vorzeitig auf diese Stelle am 1. Juli 1938, obgleich seine Anstellung bis Ende Jänner 1939 vorgesehen war.
Kurt HERBST geboren am 11. April 1913 in Nürnberg, beendete mit Ende des Sommersemesters seine einjährige Anstellung als wissenschaftliche Hilfskraft am Anatomischen Institut.
Ernst PFLEGER geb. am 25. Februar 1911, verließ seine Stelle als klinische Hilfsarzt an der geburtshilflich-gynäkologischen Klinik, die er seit 1. März 1937 innegehabt hatte, mit Ende Dezember 1938.
Karl ZEMANEK geb. am 18. Februar 1902, war am 1. Juni 1938 als wissenschaftliche Hilfskraft an der Zahnklinik angestellt worden, gab diese Stelle jedoch am 2. August 1938 auf und widmete sich seiner Praxis.
Julius FUCHS Obduktionsgehilfe am Pathologisch-anatomischen Institut
Elisabeth GEISSLER Vertragsbedienstete an der Chirurgischen Universitätsklinik

Inländische jüdische Studierende an der Medizinischen Fakultät

Kurt BERMANN aus Graz, 2. Semester.
Siegmund MARKUS aus Graz, 2. Semester.
Hans HERLINGER aus Graz, 10. Semester.
Otto POLLACK aus Graz, 10.Semester.
Fritz LÖHR aus Leoben, 10. Semester.
Hans ROTTENSTEIN aus Graz, 10. Semester
Lisbeth HOCHSINGER aus Graz, 4. Semester. Abgangszeugnis am 3. Mai 1938.
Viktor LOEWI aus Graz, stand vor dem Studienabschluss.
Berthold FRIEDRICH stud. med. 1940 ausgeschlossen

Ausländische jüdische Studierende an der Medizinischen Fakultät

Aus Polen:  
Litman ALTMAN stand im 10. Semester, mit seiner Promotion war innerhalb eines halben Jahres zu rechnen.
Israel CIGIELMAN befand sich im 10. Semester.
Erwin FEUERSTEIN war im 5. Semester.
Henryk FISCH im 10. Semester.
Israel HOCHMAN im 10. Semester mit der zu erwartenden Promotion im September 1938,
Alois MANDEL im 5. Semester.
Maks PAJEWSKI im 2. Semester; er hatte bereits ein Abgangszeugnis ausgestellt erhalten.
Adele REICH war im 10. Studiensemester.
Boris SMAZANOWICZ im 8. Semester.
Aus Rumänien:  
Salo FISCHER im 10. Semester.
Ernst RACHMUTH im 5. Semester.
Aus Ungarn:  
Georg BARABAS im 5. Semester.
Rudolf HENNEFELD hatte am Ende seines 3. Semesters ein Abgangszeugnis erhalten.
Iwan REICH im 10. Semester.
Ausländische jüdische Studierende im Prüfungsstadium  
Eugen PILLISCHER aus Jugoslawien - Prüfungen des II. Rigorosums.
Ladislaus KOHN aus Jugoslawien – Prüfungen des III. Rigorosums.
Karl LÖWINGER aus Ungarn – Prüfungen des III. Rigorosums.
Szyja TYGER aus Polen – Prüfungen des III. Rigorosums.

Folgende jüdische Studierende der Wintersemesters 1937/38 verzichteten von sich aus auf eine Weiterinskription im Sommersemester 1938:

Hörer    
  Eugen GANZ  
  Paul GRÜNWALD  
  István HAMVAS  
  Rudolf HENNEFELD  
  Zdenko KRAUS  
  Kurt KUNEWÄLDER  
  Karl LÖWINGER  
  Siegmund MARKUS  
  Eugen PILLISCHER  
  Ernst RACHMUTH  
  Friedrich ROSENRAUCH  
  Hans ROTTENSTEIN  
  Norman SHEFRIN  
  Georg SCHONBERGER  
  Ladislaus SCHWARZ  
Hörerinnen    
  Margarete BENDINGER  
  Lisbeth HOCHSINGER  
Frequentant(inn)en    
  Dr. Sibylle LICHTENSTEIN  
  David Salomon RISS  
  Dr. Erna SCHECK  

Promotionen jüdischer Studierender nach dem März 1938 mit Verzichtleistung auf Ausübung des Berufes

Karl LÖWINGER Dr. med. am 2.7.1938
Litman ALTMANN Dr. med. am 9.7.1938
Viktor LOEWI Dr. med. am 16.7.1938
Izrael HOCHMANN Dr. med. am 24.9.1938
Hans ROTTENSTEIN Dr. med. am 24.9.1938
Norman SHEFRIN Dr. med. am 5.11.1938
Istvan Ivan REICH Dr. med. am 30.11.1938
Adela REICH Dr. med. am 30.11.1938
Israel Joel CYGIELMAN Dr. med. am 16.2.1939
Helmut PRESINGER Dr. med. am 22.6.1940

Nach der Neuregelung von 1940 mussten Ansuchen um Zulassung zur Inskription „jüdischer Mischlinge“ direkt an den Reichsminister gerichtet werden. An der medizinischen Fakultät waren dies:

Helmut PRESINGER („jüd. Mischling“) Ansuchen um Zulassung zur Inskription (27. Jänner 1940). Promotion am 22. Juni 1940.
Wolfgang WOLF („jüd. Mischling“) Ansuchen um Zulassung zur Inskription (2. Februar 1940)
Gustav POLLAK („jüd. Mischling“) Ansuchen um Zulassung zur Inskription am 6. Februar 1940.
Dr. jur. Karl KUGLER („jüd. Mischling“) Ansuchen um Zulassung zur Inskription am 13. Februar 1940.

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