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Adolf Smekal

Geb. 1895 in Wien, studierte ab 1913 in Graz bei M. Radakovic, wo er 1917 promovierte. Zwischen 1915 und 1917 war er am Physikalischen Institut an der Lehrkanzel für mathematische Physik als Demonstrator angestellt. Nach einem Studienaufenthalt in Berlin trat er eine Assistentenstelle an der Wiener Universität an, wo er sich 1920 habilitierte. Von 1928 bis 1945 hielt er sich an der preußischen Universität Halle an der Saale als Ordinarius für theoretische Physik auf. Anschließend wirkte er in Darmstadt bis zu seiner Berufung an das Grazer Institut als o. Prof. für Experimentalphysik. Er leitete dasselbe bis zu seinem Tod 1959.

Seine wissenschaftlichen Arbeiten betreffen die Röntgenspektroskopie, Kristallphysik und Quantentheorie. Bereits in Halle reihte sich Smekal durch seine Beschäftigung mit dem Bau von Realkristallen und ihren strukturempfindlichen Eigenschaften unter jene wenigen Physiker ein, die damals auf diesem Gebiet tätig waren.

Einen hohen Bekanntheitsgrad als Physiker erlangte Smekal vor allem durch seine theoretische Vorhersage des Ramaneffekts 1923. Der von Raman dann 1926 nachgewiesene Effekt heißt daher auch Smekal-Raman-Effekt, ist unter die Lichtstreueffekte einzuordnen und findet in der Ramanspektroskopie Anwendung.

In Graz beschäftigte sich Smekal hauptsächlich mit den Struktureigenschaften und dem Verhalten amorpher und kristalliner Materialien und veröffentlichte zahlreiche Arbeiten darüber.

 

Literatur: Klemens Konrad Maria Rumpf, Von Naturbeobachtungen zur Nanophysik. Experimente, Wissenschaftler, Motivation und Instrumente physikalischer Forschung und Lehre aus vier Jahrhunderten an der Universität Graz, Graz 2003 (= Publikationen aus dem Archiv der Universität Graz, Bd. 40).

 

Nachlass Adolf Smekal

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