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Die Talare

Das Wort „Talar“ ist ein spezieller und einmaliger Ausdruck im Deutschen für die „Amtstracht“ des Rektors und der Dekane, die zu feierlichen Anlässen getragen wird. Eventuell könnte man auch das Wort „Robe“ verwenden, das aber im Deutschen nicht mehr sehr gebräuchlich ist. – Im Französischen gibt es zwei Wörter für Talar: Die allgemeinere Bedeutung hat „la robe“, den Talar der Professoren und Rektoren nennt man im Französischen „la toge“. Das italienische Wort für Talar „il talare“ verweist am deutlichsten auf die Herkunft aus dem Lateinischen: Das Adjektiv „talaris, -e“ bedeutet „bis auf die Knöchel hinab reichend“, „talarius 3“ bedeutet „in langem (bis auf die Knöchel reichenden) Gewand“. Das Substantiv „Talaria“ hat mehrere Bedeutungen, eine davon: „langes Gewand“ oder „Talar“.

Diese Form der Amtstracht wird auch von Richtern, Staatsanwälten, Rechtsanwälten in einer dem Talar überaus ähnlichen Form bei der Verkündung von Urteilen getragen.

Der Talar leitet sich von den Kleidungsformen der mittelalterlichen Universität her. Er wurde an den Universitäten der Monarchie zu Ende des 18. Jahrhunderts abgeschafft und nur noch in Ausnahmefällen bei feierlichen Anlässen getragen. Bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1918 bevorzugte man Beamtenuniformen, deren Farbspiegel den Farben der Fakultäten entsprachen: Theologie – Schwarz, Jurisprudenz – Rot, Medizin – Grün, Philosophie – Blau. In der Zeit Kaiser Franz Josephs war die Uniform eines Reserveoffiziers die beliebteste Kleidung.

Zu Anfang der 1920er Jahre sprachen sich die österreichischen Universitäten bezüglich des einheitlichen Aussehens der feierlichen Amtstracht ab und legten die heutige Form der Talare fest.

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